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Babylonische Familiennamen*
Cornelia Wunsch Die Verwendung von Berufs- und Herkunftsangaben sowie Ahnherren- und Beinamen als erbliche Familiennamen war in neubabylonischer Zeit in den vermögenden städtischen Kreisen weit verbreitet und ist durch Tausende von Dokumenten belegt. Es ist Arthur Ungnads Verdienst, dies nachgewiesen zu haben, und der Titel dieses Beitrags spielt bewußt auf dessen gleichnamigen bahnbrechenden Artikel an.1 Die Anfänge dieser Praxis reichen wesentlich weiter zurück; sie sind ansatzweise zu Ende der altbabylonischen Zeit greifbar, können aber wegen des spärlichen Urkundenmaterials aus der zweiten Hälfte des zweiten und ersten Hälfte des ersten Jahrtausends schlecht verfolgt werden. In altbabylonischen Urkunden war eine zweigliedrige Namenkette üblich, mit dem Vatersnamen als zweitem Glied; gelegentlich wird auch der Großvater genannt. Bei beschränktem Namensbestand sind die Kombinationsmöglichkeiten rasch erschöpft, daher erforderte bereits damals das komplexe wirtschaftliche Leben in den städtischen Zentren eine Modifikation, um Individuen eindeutig bezeichnen zu können: Man hielt—vermutlich um den Schreibaufwand nicht zu vergrößern—an der zweigliedrigen Filiation fest, aber es kam zu einer beträchtlichen Ausweitung des Personennameninventars.2 Eine Abstammungsangabe über mehr als zwei Generationen war bei denjenigen von Belang, die auf ihre Herkunft und Familientradition etwas hielten: bei der vermögenden Oberschicht, die als Pfründner eng mit den lokalen Tempeln verbunden waren, sowie bei den gelehrten Schreibern, die sich als Glied in einer langen Überlieferungskette verstanden und in der Regel ohnehin dieser Elite entstammten. So nimmt es nicht wunder, wenn die frühesten Hinweise auf erbliche Beinamen in Schreiberkolophonen anzutreffen sind, wie W. G. Lambert demonstriert hat.3 Leider lassen sich diese Texte in der Regel nicht exakt datieren. Von großer Bedeutung ist daher ein in mehreren Exemplaren überlieferter spätaltbabylonischer model court
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Dieser Artikel hätte nicht ohne die Hilfe von Kollegen geschrieben werden können. Mein herzlicher Dank gilt John Nielsen, der mir in großzügiger Weise seine Sammlung von Personennamen aus vor-neubabylonischen Texten zur Verfügung stellte. Jürgen Lorenz hat mir zahlreiche Belege zukommen lassen, Heather Baker, Caroline Waerzeggers und Ran Zadok beantworteten Anfragen zu einzelnen Namen und Belegstellen. Im Leidener NINO-Institut hatte ich Gelegenheit, Umschriften aus dem Nachlaß des leider viel zu früh verstorbenen G. van Driel einzusehen, was das Erfassen verstreut publizierter Texte nach lokalen Gesichtspunkten erheblich erleichtert hat. Andrew George gestattete mir Einsicht in sein Manuskript zu CUSAS 10. Jeanette Fincke und Rachel Magdalene haben mich bei der Abfassung des Manuskripts tatkräftig unterstützt. Den Herausgebern dieses Bandes gilt mein Dank für ihre Ermutigung und Geduld. 1 Ungnad 1935. 2 Kalla 2002:123f. 3 Lambert 1957
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Pre-publication version, to appear in: M. Krebernik & H. Neumann (eds.), Babylonien und seine Nachbarn in neu- und spätbabylonischer Zeit. Wissenschaftliches Kolloquium aus Anlaß des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Joachim Oelsner, 2.-3. März 2007 in Jena. Münster: AOAT. For citation, please refer to this website with page number and access date.
2 case zu einem Erbstreit, den A. R. George publiziert.4 Wenngleich der Sitz im Leben des Textes im Rahmen der Schreiberausbildung zu suchen ist und das übliche Formular erheblich ausgeschmückt wurde, dürfte die Schilderung auf eine reale Begebenheit zurückgehen, wie die genuinen Zeugennamen vermuten lassen.5 Der Text handelt von einer Begebenheit im Jahr 5 Samsuditana (1621 v. Chr.) und schildert die Vorgeschichte, die ins Jahr 16 Ammiditana (1668 v. Chr.) zurückreicht. Von Interesse ist die viergliedrige Genealogie des Protagonisten,6 der einer Pfründnerfamilie aus Nippur entstammt. Während das zweite und dritte Glied mit DUMU angeschlossen sind, wird der letzte Name, LÚ.DUMU.NUN.NA, mit DUMU/IBILA bzw. DUMU.DUMU7 (!a) eingeleitet, also terminologisch abgegrenzt. Dieser Name, dem akkadisch Am!l-Sîn entspricht, ist später als Ahnherrenname bekannt.8 Der Text macht somit deutlich, wo die Anfänge der Familiennamentradition zu suchen sind. In der Kassitenzeit läßt der Mangel an überlieferten Urkunden nur kleine Einblicke in die Entwicklung der Familiennamen zu, meist auf Basis der Kudurrus. Arad-Ea kann beispielsweise bis ins 12. Jh. v. Chr. als Ahnherrenname zurückverfolgt werden.9 Seine Träger gehören der politischen Oberschicht und intellektuellen Elite an. Neue Informationen bringt ein kassitisches Tontafelarchiv aus einem Privathaus im Stadtteil Merkes von Babylon, das O. Pedersén zusammengestellt hat.10 Es enthält etwa hundert Tafeln, die zwischen 1206 und 1157 v. Chr. zu datieren sind, sowie einige isolierte ältere Texten bis ca. 1270. Die beiden Hauptpersonen bezeichnen sich als „Söhne“ eines gewissen Ur-Nanna; einer von ihnen gibt jedoch gelegentlich auch einen anderen Vatersnamen an. Überdies erscheint ein weiterer „Sohn“ des Ur-Nanna etwa ein Jahrhundert vor ihnen im Archiv. Daher schließt Pedersén sicher zu Recht, daß der Name Ur-Nanna, der im
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MS 3209/1–3 aus der Sammlung Schøyen, siehe George 2009, Nr. 17. Alle Angaben zu diesem Text gehen auf ihn zurück. Von besonderem Interesse war seine Präsentation am Londoner Cuneiforum, einer von A. George initiierten Veranstaltung an SOAS, an der Assyriologen verschiedener Londoner Institutionen und Doktoranden sowie Gäste teilnehmen, um Texte vorzustellen, die sie zu veröffentlichen beabsichtigen. 5 Nach Auskunft K. van Lerberghes an A. R. George erscheinen 18 davon in privaten Urkunden derselben Provinienz. 6 m gi-mil-da m a r .u tu du mu ut-la-tum du mu e-"i-rum i b i la lú . du mu .n u n .n a in Z. 1. 7 DUMU.DUMU im Sinne von „Enkel“ ist an dieser Stelle nicht korrekt, da mindestens der Urenkel gemeint ist; A.R. George erwägt eine Verschreibung von DUMU.U". Möglicherweise bezeichnet DUMU.DUMU aber auch irgendeinen Nachkommen ab dem Enkel. 8 Er erscheint in den Schreiberkolophonen der Fabel vom Fuchs und eines medizinischen Textes aus Nippur, siehe George 2009, Kommentar zu Nr. 17, sowie als Familienname spätbabylonischen Texten aus Ur. 9 Lambert 1957:9f. (Appendix 1). 10 Pedersén 2005:93–101 (Archiv M8). Von den 98 bzw. 100 bei der Grabung dokumentierten Tafeln konnte der Autor 36 am Vorderasiatischen Museum und 19 in Istanbul lokalisieren. Einige sind schon wegen ihres Äußeren bemerkenswert, weisen doch sechs von ihnen Ritzzeichnungen auf.
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3 übrigen auch in späteren Perioden als Familienname gut belegt ist, in besagtem Archiv nicht den Vater der Individuen bezeichnet, sondern einen gemeinsamen Vorfahren. Dieser Sachverhalt ginge aus einem isolierten Text nicht hervor, solange man nicht sicher sein kann, wen das zweite Glied der Namenskette bezeichnet. Ein weiteres Beispiel, das den Übergang zur erblichen Beinamen demonstrieren dürfte, stammt aus dem 7. Jh. v. Chr., ebenfalls aus Babylon: Hier scheinen sich Angehörige einer Familie zum einen nach dem Ahnherren Ingall!a, zum anderen nach dem erblichen Beruf als Gall#bu „Barbier“ zu bezeichnen.11 Eine Familie von Unternehmern, die Mitte des 5. Jh.s v. Chr. in Nippur zu Wohlstand und Einfluß gekommen war, begann sich nach ihrem „Gründungsvater“ Mura$û zu nennen; auch hier ist zu beobachten, daß zu Beginn der Enkel sich sowohl nach Vater als auch nach Großvater (d.h. Ahnherrn) ausweist.12 Zwei- und dreigliedrige Filiationen Ein wesentlicher Grund, warum sich die Herausbildung einer Familiennamentradition so schlecht beobachten läßt, liegt in der mehrdeutigen Art und Weise, wie Filiations- und Herkunftsangaben bis zu Beginn der neubabylonischen Zeit gehandhabt wurden. In der Formel PN1 DUMU PN2— wörtlich „PN1, ‚Sohn‘ des PN2“—mag letzterer sowohl den Vater, als auch einen entfernteren Vorfahren bezeichnen. Bei PN1 DUMU lú(Beruf) kann sich das zweite Element sowohl auf den Beruf des Vaters, wie auch auf den eines Vorfahren (oder auf beide, angesichts der Erblichkeit vieler Berufe) beziehen.13 Bis zum Ende des 7. Jh.s v. Chr. war eine zweigliedrige Filiation die Norm, wobei einige alteingesessene Familien bereits Ahnherrennamen (die teilweise archaisch anmuten und nicht mehr unbedingt verständlich waren) als zweites Glied verwendeten, während das Gros der Bevölkerung den Vatersnamen angab. Terminologisch wurden die verschiedenen Typen nicht konsequent geschieden. Als man nach Beginn des neubabylonischen Reiches—zumindest für Privaturkunden in städtischen Zentren—nach und nach zu einem dreigliedrigen System überging, wurden bei denjenigen, die bereits erbliche Zunamen führten, die Vatersnamen wieder aufgenommen und obligatorisch als zweites Glied eingeschoben, während sich zahlreiche „gewöhnliche“ Leute nunmehr ebenfalls einen Familiennamen zulegten. Letztere sind häufig von Personennamen abgeleitet, die den neubabylonisch produktiven Bildungsmodellen folgen. Bei der ländlichen Bevölkerung setzte sich die Erblichkeit des Namens nicht allgemein durch, und Tempelabhängige wurden generell nur mit Vornamen und Vatersnamen identifiziert. Auch königliche Beamte (z.B. !ar#!is) tragen keinen Familiennamen, da zu offensichtliche Familienbindungen ihre Loyalität dem König gegenüber kompromittieren könnten.
11 12
Pedersén 2005: 204 (Archiv N11). Stolper 1985:2076; vgl. auch Anm. 14. 13 Zu den frühesten datierbaren Belegen für die Verwendung Berufsbezeichnungen als Familiennamen siehe Brinkman 1989.
von
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4 Als sich die Dreigliedrigkeit des Typs PN DUMU/A-!u !a PN2 DUMU/A FN etabliert hatte, waren Vaters- und Familienname eindeutig bezeichnet und auch bei Weglassen eines Elements in der Regel zweifelsfrei erkennbar: PN DUMU/A FN bzw. PN DUMU/A-!u !a VN. In der Übergangszeit ist jedoch häufig keine Klarheit zu gewinnen. PN DUMU/A ?N
ambivalent • kann in frühen Texten sowohl den Vatersnamen als auch einen erblichen Familiennamen einleiten • ab Nebukadnezar in Privaturkunden zur Angabe des Familiennamens bei Amtsträgern, z.B. bei Schreibern und Richtern, ebenso zur Verkürzung des Urkundentextes (z.B. bei Nennung von Nachbarn oder bei Wiederholungen) • in Tempelarchiven ebenfalls zur Angabe des Familiennamens (bei Schreibern und Pfründnern), aber auch • als verkürzte Angabe des Vatersnamens bei Abhängigen (!irkus) verwendet nicht immer eindeutig • vor dem 6. Jh. zur Einleitung des Vatersnamens üblich • in Privaturkunden im 6. Jh. selten; ab Darius zunehmend wieder in Gebrauch • kann im 5./4. Jh. auch einen Vorfahren/Ahnherren 14 bezeichnen) eindeutig; vornehmlich in der Zeit von Nebukadnezar bis zu Beginn von Darius anzutreffen.
PN DUMU/A !a VN?
PN DUMU/A-!u !a VN
Die Verbreitung von Familiennamen Betrachtet man Geschäftsurkunden aus Babylon oder anderen städtischen Zentren Babyloniens im 6. Jh. v. Chr., so gewinnt man den Eindruck, daß der überwiegende Teil der Bevölkerung Familiennamen führte. Dieses Bild trügt jedoch, da es vor allem die Oberschicht ist, deren wirtschaftliche Aktivitäten sich in Urkunden niederschlagen. Der einfache Tagelöhner erscheint nur am Rande oder in Listen über Lohnzahlungen und Rationen. Wenn man z.B. Werkverträge über die Reinigung von Kleidung betrachtet, so zeigt sich, daß die Auftraggeber aus bekannten Familien stammen, während die Wäscher bis auf einen entweder Sklaven sind oder nur Vatersnamen tragen.15 Große Teile der ländlichen Bevölkerung werden—sofern sie überhaupt in Urkunden erscheinen—ebenfalls nur mit Patronym genannt. In den vermögenden Kreisen, die Sklaven, Häuser und Felder besaßen und vererbten, wird meist ein Familienname angegeben, wenngleich nicht in jedem Dokument. Dies hängt u.a. vom Streitpotential bei Vertragsbruch ab. Ein Wäschereivertrag unterscheidet sich in dieser Hinsicht vom Sklavenoder Grundstückskauf. In relativ kleinen Orten, deren Familien eng miteinander verflochten waren, verzichtete man ebenfalls oft auf die Angabe, da die Identität der Parteien und Zeugen außer Frage stand;
14
Z.B. im Mura$û-Archiv belegt: R%m&t-Ninurta, Sohn des Enlil-'atin, wird normalerweise „Sohn“ (A !a) seines Großvaters und „Ahnherren“ Mura$û genannt, siehe Stolper 1976. Offensichtlich gehörten die Mura$ûs zuvor nicht zur privilegierten Oberschicht und der Übergang zum erblichen Namen erfolgt erst in dieser Generation. 15 Waerzeggers 2006 mit Texten aus Borsippa, Uruk und Babylon.
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5 dasselbe gilt für Transaktionen innerhalb eines Tempels (z.B. beim Pfründenbetrieb). Der Familienname war offensichtlich ein Zeichen von Status und Ansehen, und war erstrebenswert, wie ein Adoptionsfall nahelegt.16 Auch das Aufkommen neuer Familiennamen in der Chaldäer- und frühen Achämenidenzeit dürfte nicht nur durch das Wachsen von Handel, Wirtschaft und städtischer Bevölkerung bedingt sein, sondern auch das mit dem erblichen Namen verbundene soziale Prestige zum Ausdruck bringen. Zugleich war es aber auch ein Anzeichen kultureller Identität, da Personen mit persischen oder anderen fremden Namen normalerweise nur mit Vatersnamen in den Urkunden erscheinen. Der Vergleich von drei Urkundengruppen mit etwa gleicher zeitlicher Verteilung (aus den Regierungszeiten von Nebukadnezar bis Darius, etwa das 6. Jh. umfassend) macht diese Aspekte deutlich. • Vergleichsgruppe 1: 50 Haus- und Grundstückskaufurkunden17 mit Familiennamen 399 davon
95( als Partei 245( als Zeuge 59( als Schreiber
vermutlich mit Familiennamen 31 (Text an dieser Stelle nicht erhalten) definitiv ohne Familiennamen 25 davon 8( als Partei
16( als Zeuge 1( als Schreiber
•Vergleichsgruppe 2: 42 Pachturkunden aus dem Umkreis von Babylon18 mit dreigliedriger Filiation mit zweigliedriger Filiation ohne Filiation 213 36 davon
16( als Zeuge 14( als Vertragspartei (Pächter) 2( als Schreiber
3 Sklaven und Tempelabhängige
16
Moldenke 1 21 = CTMMA 3 53 (Jahr 10 Nabonid): Adoption des Neffen (Sohn der Schwester) durch den Onkel aus der Familie Egibi. Der Vater des Adoptierten hat keinen Familiennamen, aber Vermögen und wahrscheinlich Verbindungen zur königlichen Verwaltung. Ein Erbanspruch nach dem Adoptivvater wird nicht gewährt. Das Anliegen ist offenbar, dem Neffen das mit dem Familiennamen verbundene soziale Prestige zu verschaffen. 17 Vornehmlich aus Babylon, aber auch Borsippa, Ki$, Dilbat und anderen Ortschaften. Die Beispiele sind zwei Buchmanuskripten von Verf. entnommen: Grundstückstransaktionen aus verschiedenen neubabylonischen Archiven (BaAr 3) und Das Egibi-Archiv 2: Die Häuser. Nur aus guterhaltenen Exemplaren wurden Parteien-, Zeugen- und Schreibernamen verwertet. Die Namen von Nachbarn in Grundstücksbeschreibungen sind generell nicht berücksichtigt, da diese oftmals verkürzt angegeben werden und das Bild verzerren würden. 18 Pachtverträge und Verpflichtungsscheine über imittu-Pachtauflagen aus dem Egibi-Archiv: Wunsch 2000. In Babylon ausgestellte Urkunden bleiben unberücksichtigt.
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6 • Vergleichsgruppe 3: 102 Texte aus der Provinz19 mit dreigliedriger Filiation mit zweigliedriger Filiation 60 davon
57( Schreiber 2( Zeugen, 1( Partei
20
590 davon 567( Typ PN A-!u !a VN A AN
23( Typ PN A ?N davon 8( eindeutig PN A AN 3( eindeutig PN A VN 12 unsichere Fälle
In Grundstückskaufverträgen werden fast alle Beteiligten mit Familiennamen angeführt, nur 6% der Parteien und Zeugen erscheinen ohne diesen. Das hat zum einen mit ihrem sozialen Hintergrund zu tun, sind es doch die vermögenden städtischen Eliten, die dergleichen Transaktionen beurkunden lassen. Als Zeugen erscheinen häufig Nachbarn und Verwandte, und auch die übrigen Zeugen dürften sich aus derselben Schicht rekrutieren. Unter den Käufern und Verkäufern sind in der Vergleichsgruppe immerhin acht Personen zu finden, die nur einen Vatersnamen angeben. Ein Käufer trägt den Titel „königlicher Ölpresser“, ein anderer hat einen nichtbabylonischen Vatersnamen. Auch für die übrigen Fälle kann vermutet werden, daß es sich entweder um zu Reichtum gelangte Emporkömmlinge oder um Angehörige der königlichen Entourage handelt. Etwas anders sieht im zweiten Beispiel das Verhältnis in Urkunden aus, die die Verpachtung von Privatland (überwiegend Dattelgärten) und dessen Erträge in der Nähe von Babylon betreffen. Hier haben 15% der Beteiligten keinen Familiennamen, darunter ein Drittel der Pächter. Hierzu ist anzumerken, daß der Dattelertrag vor der Ernte auf dem Baum von einer Schätzkommission beurteilt und bei diesem Anlaß der betreffende Verpflichtungsschein zu Lasten des Pächters ausgestellt wird. Dabei sind immer Vertreter der Verpächter (die in Babylon residieren) anwesend, deshalb dürfte die ortsansässige Landbevölkerung unterrepräsentiert sein. In der Provinz, fernab von den großen Zentren, wo unter Nebukadnezar Deportierte aus aller Herren Länder auf Neuland angesiedelt wurden, findet man Familiennamen nur selten in den Urkunden, wie Beispiel 3 zeigt. In )lJa'udu und Umgebung sind es nur die Schreiber und auswärtigen Geschäftsleute, die sich damit als Babylonier aus gutsituierten oder traditionell-intellektuellen Kreisen zu erkennen geben. Auch die Verwalter der Ländereien, die zumeist der Krone gehören, sind entweder NichtBabylonier (Vertreter der lokalen Bevölkerungsgruppen auf der unteren, Perser auf der höchsten Ebene) oder verwenden nur den Vatersnamen, wie dies bei Angehörigen der königstreuen Verwaltung zu erwarten ist. In
19
Es handelt sich überwiegend um Verpflichtungsscheine, Quittungen etc., im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Arbeiten bzw. Produkten; Publikation durch L.E. Pearce und Verf. in Vorbereitung. Die jeweiligen Texte gehören zur „)lYa'udu-Gruppe“ bzw. „B%t-Na$ar-Gruppe“. Beide Ortschaften liegen nahe beieinander und sind im babylonischen Hinterland am Tigris-Korridor im Gebiet zwischen Karkar, Ke$ und Nippur zu lokalisieren. 20 30 Belege entfallen auf einen einzigen Schreiber.
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7 dieser Hinsicht ähnelt Gruppe 3 dem Mura$û-Archiv aus der 2. Hälfte des 5. Jh.s, in dem ebenfalls kaum Familiennamen vorkommen.21 Aufgaben Der neubabylonische Personennamenbestand wurde bisher vornehmlich unter zwei Gesichtspunkten erforscht: Zum einen zu Namenbildung, -schreibung und -gebung (also onomastisch orientiert) und zum anderen für prosopographische Zwecke. Bereits 1905 erschien K. Tallqvists Namenbuch, das alle Personennamen der bis dahin in Kopie oder Umschrift publizierten Texte umfaßt.22 Wegen seines Umfangs, praktischen Aufbaus und seiner Vollständigkeit und Zuverlässigkeit stellt es ein unverzichtbares Hilfsmittel dar, das bislang nicht ersetzt wurde. Alle im 20. und 21. Jh. publizierten Texte sind, wenn überhaupt, nur durch Einzelindizes erschlossen. Eine Inventarisierung des gesamten Bestandes—wie etwa im neuassyrischen Personennamenbuch23—bleibt ein Desideratum und ist angesichts des immensen Umfangs an Texten auch ein wesentlich aufwendigeres Projekt. Zudem sollten alle Einträge auch Informationen zu Art der Filiation, Datum, Ausstellungsort und Archivzugehörigkeit enthalten. Es bleibt zu hoffen, daß hier in Zukunft eine allgemein zugängliche und jederzeit ausbaufähige Internet-Datenbank Abhilfe schaffen kann. Für die Frage, wie sich Familiennamen entwickelt haben, ist zudem der Vergleich mit mittel- und frühneubabylonischen Belegen von Bedeutung; auch hier besteht Handlungsbedarf. Beim Versuch, den Familiennamenbestand zu inventarisieren und nach örtlichem Gebrauch aufzuschlüsseln, stößt man auf weitere Probleme. Eines liegt in der mangelnden Zuverlässigkeit mancher Indizes, die schon zum Zeitpunkt ihres Erscheinens nicht auf dem Stand ihrer Zeit waren und nicht ungeprüft übernommen werden können. Aber auch der generelle Aufbau vieler Indizes, die sich, um Aufwand und Platz zu sparen, entweder auf Namen oder auf Personen konzentrieren, also onomastisch bzw. archivbezogen-prosopographisch ausgerichtet, sind bereiten zusätzliche Schwierigkeiten, wenn man nach Familiennamen sucht: Erstere versäumen es—manchmal aus Unkenntnis—sie als solche zu kennzeichnen oder Vaters- und Ahnherrennamen konsequent zu scheiden. Die letzteren enthalten oft keine Belegstellen für den Familiennamen selbst, sondern nur Querverweise auf einzelne Individuen. In beiden Fällen gestaltet sich das Nachschlagen der Belege gleichermaßen mühsam. Die meisten Museumskollektionen enthalten zudem Material unterschiedlicher Herkunft. Wird dieses geschlossen publiziert (was natürlich wünschenswert ist), so erfordert die lokale Zuordnung der Belege erheblichen Aufwand,
21
In den bis 1985 publizierten Texten kommen ca. 2500 Personen vor; 11 von ihnen tragen insgesamt 4 Familiennamen, siehe Zadok 1979:120132. Neuere Texte ändern nichts am Gesamtbild. 22 Tallqvist 1905. Laut Titel zwar auf die Zeit von "ama$-$um-uk%n bis Xerxes beschränkt, schließt es auch Texte aus der Spätzeit ein. 23 Radner und Baker 1998–.
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8 wenn die Archivzugehörigkeit nicht explizit angegeben ist. Vollständige und gut strukturierte Indizes sind daher äußerst hilfreich.24 Die im Anhang präsentierte Liste ist nur ein erster Versuch, den Familiennamenbestand zu sammeln und die relative Häufigkeit nach Orten anzuzeigen; sie kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und wegen des beschränkten Raumes keine Belegstellen bieten. Auch für statistische Untersuchungen ist das Material noch nicht aufbereitet. Dies sollte aber in Zukunft zumindest für einige gut belegte Orte möglich sein.25 Dies wird es gestatten, das Konzept von „Familie“ besser zu verstehen und die Stellung der Namensträger im politischen, ökonomischen und geistigen Leben Babyloniens zu beurteilen. Auf dieser Basis sind neue Erkenntnisse zum Verständnis der neubabylonischen Gesellschaft zu erwarten, wie K. Kessler an einem relativ kleinen Beispiel von Familiennamen aus Uruk demonstriert hat.26 Die Typen von babylonischen Familiennamen Die babylonischen Familiennamen, sofern sie inhaltlich noch verständlich sind, lassen sich als Personennamen, Berufsnamen und Herkunftsnamen klassifizieren. Der größten Gruppe liegen Personnenamen zugrunde. Einige repräsentieren Bildungsmodelle, die in neubabylonischer Zeit nicht mehr produktiv waren und daher ein recht hohes Alter haben müssen: • Am!l-Ea, Ur-Nanna Familiennamen nicht-babylonischen Ursprungs können ebenfalls einen Hinweis auf ihre Entstehungszeit geben, da sie mit Beginn der Erblichkeit noch als Personennamen benutzt worden sein müssen, z.B. • Kurî (kassitisch). Sumerische Namen verweisen entweder auf hohes Alter und/oder auf aktives Traditionsbewußtsein, besonders unter den Gebildeten. So ist der zu Egibi verkürzte Name • E. gi - ba- ti .la zwar als sumerisch anzusehen, aber er repräsentiert ein semitisches Bildungsmodell, das auch in der Form Sîn-taq%$a-liblu*/bulli* existiert. Bei anderen ist unklar, ob der vermeintlich sumerische Name logographische akkadische Schreibungen repräsentiert, oder tatsächlich sumerisch zu lesen ist. Bei • Asa r. lú .' i - ma. an . su m , Ur u . du - ma. an . su m und Ga' ul -T u tu macht das völlig Fehlen syllabisch bzw. anders-logographisch geschriebener Äquivalente die sumerische Aussprache wahrscheinlich. Übernamen, die Eigenschaften ihres (ursprünglichen) Trägers bezeichnen, kommen auch im Akkadischen vor. Als Familiennamen haben sich z.B. erhalten: • +unzû „Hinker“, All#nu „Eichener“, +anbu, Nu'#$u „Üppiger“.
24 25
Z.B. Spar und von Dassow 2000; Baker 2004 u.a. C. Waerzeggers hat dies nach eigener Auskunft für die Borsippa-Texte in Angriff genommen. 26 Kessler 2004.
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9 Einige wenige Familiennamen leiten sich von Frauennamen27 her, z.B. • Maqartu, Qaqqad#n%tu, Arrabtu, und Baltan%tu, wenngleich man nach gewisser Zeit bestrebt war, sie als Metronymikon unkenntlich zu machen, indem man sie mit einem männlichen Determinativ versah. Die überlieferten Berufsnamen repräsentieren in erster Linie die mit den Pfründendiensten und -einkommen verbundenen Tätigkeiten einschließlich der verschiedenen kultischen Funktionen. Darüber hinaus dürften auch die profanen Berufe Eingang in das Familiennameninventar gefunden haben; allerdings sind viele gleichzeitig Pfründenberufe, so daß beides nicht immer klar zu scheiden ist. Von den nicht sehr zahlreichen Herkunftsnamen sind drei weit verbreitet und relativ alt: •Mi,r#ja „Ägypter“, S&'#ja „aus S&'u“ und Isinn#ja „aus Isin“. Die beiden ersteren zeigen die erfolgreiche Integration von Fremden in die babylonische Gesellschaft an, die wahrscheinlich schon zu mittelbabylonischer Zeit begann; das Aufkommen des letzterem könnte mit dem Aufstieg der zweiten Isin-Dynastie zusammenhängen. Weniger häufig kommen +att#ja „aus Hatti“ und Lullub#ja „aus Lullubu“ vor; überraschend selten sind A$$ur#ja28 und B#bil#ja. Wichtige Gottheiten als theophore Elemente in Familiennamen
Adad am Anfang Adad-n#,ir Adad-rabi Adad-$ammê Adad-$!-# Adad-$um-!re$ B!l-apla-u,ur B!l-iq%$a B!l-mu$t#l B!l-us#t B!l-u$umgal Ea-b!l-il% Ea-dip#r-il% (Ea)-eppe$-il% Ea-ibni (Ea)-il&ta-bani Ea-imbi Ea-kurbanni Ea-l&mur am Ende Ibni-Adad Lultammar-Adad Mudammiq-Adad "angû-Adad Supê-B!l
B!l
Amurru Anu Ea
Iddin-Amurru R%m-Anu Am!l-Ea Arad-Ea R%m&t-Ea "angû-Ea U,ur-amat-Ea
27
Dazu ausführlicher Wunsch 2006; ebenfalls zu den Metronymika könnte "urinn%tu (nur 1( belegt) gehören. Für mittelbabylonische Beispiele von Frauen als Familienoberhaupt und die Verwendung von Metronym statt Patronym siehe Brinkman 2007. 28 Wir gehen hier davon aus, daß die Zeichenfolge DILI.SUR den Namen .du-!*ir repräsentiert, nicht A$$ur#ja (vgl. Fn. 41 im Anhang).
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Ea-kidinni Ea-n#,ir Ea-pattannu Ea-qâlu-i$emme Ea-r%m-il% Ea-,alam-il%, Enlil Gula I$tar Marduk Nazi-Enlil "angû-Gula "angû-I$tar-Akkad "angû-I$tar/B!let-B#bili "angû-I$tar-ta$mê Eli-il%-rabi-Marduk Iddin-Marduk Ile--i-bullu*-Marduk Ile--i-Marduk Ir-anni-Marduk Kidin-Marduk L&,i-ana-n&r-Marduk Mu$!zib-Marduk Rab-bani-Marduk Uballissu-Marduk Aqar-(ana)-Nabû Iddin-Nabû Itti-en$i-Nabû Mudammiq-Nabû "angû-Nabû "irik-Nabû
Nabû
Nabû-!*ir Nabû-bullissu Nabû-l!ssu Nabû-$ar'i-il% Nabû-$eme Nabû-$um-iddin Nabû-unnâ Nabû-u,ur$u Nabû-z!r-iddin
Nanaja Nanna(r) Nergal Ninurta Papsukkal Sîn-a-lu-'u Sîn-dam#qu, Sîn-da-in/dajj#n Sîn-gamil Sîn-iddin Sîn-il% Sîn-imitt% Sîn-iq%$a Sîn-kar#b%-i$me, Sîn-leqe-uninn%, Sîn-n#din-$umi, Ninurta-iq%$a Ninurta-u$allim Nanna-utu
Sîn
Gimil-Nanaja Kidin-Nanaja "angû-Nanaja Am!l-Nanna(r) Ur-Nanna Arad-Nergal "angû-Nergal Rabâ($u)-$a-Ninurta "angû-Ninurta Iddin-Papsukkal Kidin-Papsukkal N&r-Papsukkal Ile--i-Sîn Kidin-Sîn N&r-Sîn "angû-Sîn
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Sîn-n#,ir Sîn-r%m-il% Sîn-$adûnu Sîn-$eme Sîn-tabni Sîn-tabni-u,ur "ama$-ab#ri "ama$-mudammiq
"ama$ Ura$ Z#riqu
"angû-"ama$ Gimil-Ura$ "angû-Z#riqu
Elemente am Namensende29
-Ka-a-a -ia-(-)-ú -bani -bi -damqu etc. -di -e-a -!re$ -!*ir etc. -ibni -ili/% -ilija -iq%$a -kurbanni -l&mur -mansum -n#,ir -rabi -!u/!ú -ú -ú-a -un-na-a -ù.tu -ú-tu Abunnaja, Arbaja, A$$uraja, Bannaja, B!l#ja, Ben(n)#ja, +attaja, Ibn#ja, Isinnaja, Lullubaja, Mi,iraja, Nabaja, Nann#ja, Nikk#ja, Pappaja, Su'aja, Tunaja A''ijaû, B!lijaû A'u-…, B!l-…, Ea-il&ta-…, Il%-…; Rab-banî D#bibi, +u,#bi, Egibi Arkât-il%-damq#, Sîn-dam#qu Mandidi, Sagdidi Dannêa, Ingal!a, Adad-$um-…, A'u-…, +a**u-… (auch: Sîn-…, B#ba-…) .*ir(u), B!l-e*!ri, .du-!*ir (auch: Nabû-…, Sîn-…) Ea-… Arkât-il%-(damq#), Ea-b!l-…, Ea-dip#r-…, Ea-eppe$-…, Ea-r%m-…, Ea,alam-…, Ibni-ilu, Nabû-$ar'i-…, R%m&t-…, Sîn-…, "angû-…, (auch: Enlil-…, Sîn-$ar-…) Banâ-$a-…, "!p-… Ninurta-…, Sîn-… Ea-… Ea-… (auch: )lu-…) URÙ.DU-…, Esagil-… Adad-…, Ea-…, Sin-… Adad-… A$ab$u, Il$u-ab&$u, Mannu-g!ru$u, "a-na'bê$u, "a-na$%$u, "a*#bt%$u, auch -d"Ú Am!lû, B#l%'û, +unzû, Mubannû, R!-û, "arru-A.RA.ZU; vgl. auch -ia(-)-û Bibbûa, R%$&a, "ig&a, "ikkûa Abu-…, Nabû-… B#ba-…, Nanna-… (auch: Zababa-…) A''ijaûtu, Ard&tu, Ibb&tu, Z!r&tu
29
Hier geht es nicht vorrangig um Bildungselemente, sondern um Zeichen, auf die die Namen enden; es ist als Ergänzungshilfe für die Textedition gedacht.
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Pre-publication version, to appear in: M. Krebernik & H. Neumann (eds.), Babylonien und seine Nachbarn in neu- und spätbabylonischer Zeit. Wissenschaftliches Kolloquium aus Anlaß des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Joachim Oelsner, 2.-3. März 2007 in Jena. Münster: AOAT. For citation, please refer to this website with page number and access date.
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ANHANG
Die häufigsten babylonischen Familiennamen
Im folgenden wird versucht, die sicher und mehrfach bezeugten babylonischen Familiennamen einschließlich ihrer Schreibung, Verteilung und relativen Häufigkeit zu inventarisieren. Insbesondere die an mehreren Orten bezeugten Namen sollen erfaßt werden; auf Hapaxbelege kommt es weniger an. Ein solcher Versuch hat notgedrungen vorläufigen Charakter, da insbesondere die noch unpublizierten Texte aus Borsippa und Uruk neue Namen und Formen erwarten lassen. Verläßliche quantitative Aussagen sind derzeit unmöglich. Die Übersicht soll insbesondere als Register und Nachschlagewerk für Urkundenpublikationen dienen und weitere Studien anregen.
Name
Aba-Ninnu-dari Ab¬-ul-¬de Abu-unnâ Adad-n®ir Adad-rabi Adad-·ammê Adad-·º® Adad-·um-re· Agru A¿-re· A¿¿(ija)‚(tu)32 A¿u-bani §lija §l‚a-l‚mur All®nu Aml-Ea Aml-Nanna(r) Amlû
Belege
früh Si Ba Di früh Si Ba Di Ki Bo Bo Bo Uk Ki
Schreibungen30
Ni ˘A.BA-™50-da-ri ˘AD-NU.ZU passim ˘AD-na-a-a; ˘a-bu-un-na-a ˘™IM-PAP/na-ir ˘™IM-GAL/ra-bi ˘™IM-·am-me-e; -·á-me-e 31 Uk ˘™IM-·e-e-a; -·e-º-(a) Uk? ˘™IM-MU-KAM; -APIN-e· Uk ßøUN.GÁ; ˘ag-ru; ˘a-gar ˘E-KAM Uk ˘E(v)-(º)-ú-(tu); -ia/iá-ú/u(tú); -mu-ú; ˘a¿-¿u-tu Uk ˘E-ba-ni/nu passim Uk ˘URU-ia/iá ˘URU-a-lu-mur ˘al-la-nu, ˘LAM.MUR Uk ˘LÚ-™IDIM/É.A Ur ˘LÚ-™±E.KI ( ) ˘ LÚ-ú
Si Ba Ba früh Si Ba Di Ku Ki? Bo früh Si Ba Di Ku Bo Bo früh Si Ba Di Ki Bo Si Ba Ki Bo
früh Ba früh Si Ba Di Bo früh Si Ba Di Ku Ki Bo früh Di früh Ba Ki
30 Es werden möglichst viele für den jeweiligen Familiennamen belegte Schreibungen erfaßt (Belege für denselben Namen als Personenname werden dabei ignoriert); allerdings müssen Kompromisse aus Platzgründen erfolgen. Die relative Häufigkeit ist durch Fettdruck, Normal- bzw. Graufärbung angedeutet. Wenn eindeutige vorneubabylonische Belege als Familiennamen vorliegen, ist dies durch „früh“ angedeutet. Die lokale Verteilung wird durch Si(ppar), Ba(bylon), Di(lbat), Ku(tha), Ki(), U(ru)k, Ur und Ni(ppur) angezeigt. Dabei ist zu beachten, daß gegenüber Babylon, Borsippa, Sippar und Uruk die Belege aus den anderen Orten spärlich sind. 31 Cyr 114:9 und öfter. Diese Schreibung zeigt, daß der Name nicht Adad-umê zu lesen sein dürfte. Ob -im-me-e in Dar 61:10 als eigenständiger Familienname zu betrachten ist, bleibt noch zu prüfen. Hier kann auch ein Mißverständnis vorliegen, da Adad-immê als Personenname gelegentlich vorkommt. 32 Der Name hat außerordentlich viele Schreibungen, die hier zunächst zusammen gebucht sind. Es ist zu untersuchen, inwieweit orthographische Varianten desselben Namens, lokale Besonderheiten oder eigenständige Namen vorliegen.
13 Anda¿ar Apsummu Aqar-(ana)-Nabû Arad-Ea Arad-Nergal Ararru Arb®ja Ard‚tu Arkât-il¬-(damq®) Arrabtu Arrabu Asalu¿i-mansum Asû A¬·u-namra A·ab·u A·ardu A·gandu33 A·k®pu A·l®ku A··uraja34 §tamar-an‚ssu Atkuppu Atû B®baja B®bilaja B®b‚tu B®ºiru Bal®†u35 Bal¬¿û Baltan¬tu37 Banâ-·a-ilija Bann®ja Bar¬¿i B®rû Basija B¿iru Bl®ja Bl-apla-uur Bl-bani früh Si Ba Di früh früh früh Ni ˘an-da-¿ar Ni ˘ap-sum-mu Si Ba Bo ˘(a)-qar-(a-na)-™±AG Si Ba Di Bo Uk Ni ˘ÌR-™IDIM/É.A passim Si Ba Di Ku Bo Uk Ni ˘ÌR-™U.GUR/™GIR4.KÙ/É.GIR4.KÙ Ba ˘/ßÀR.(ÀR) Uk ˘ar/ár-ba-a-a Bo ˘ÌR-ú-ti Ba Bo ˘ár-kát/EGIR(v)-DINGIR(v)-(SIG5/15) Ba Di Bo Uk ˘ar/ár-rab-tu4 etc. Si Ba Di Bo ˘ar/ár-rab etc. Ba Bo ˘ASAR.LÚ.øI-MAN.SUM/MA.AN.SUM Ba Di Uk ˘/ßA.ZU; ˘÷ßa-su-ú; ˘a-si-i Uk ˘a-i-·ú-nam-ra; -na-mir Di ˘a-·á-ab-·ú Ku Bo ˘/ßSAG.KAL; ˘a-·ar-ri-du; ˘·á-rid Si Ba Di Bo ˘a·/·u-kan-du/du7; ˘á·-ga-an-da; ˘/ß(U).GAN-DU7; ß·á-kan-na Si Ba Bo ˘/ßAGAB; ßá·-ka-pu Si Ba Bo Uk ßTÚG.UD Ba ˘a·-·ur-a-a Si Ba Di Ki Ur ˘a-ta-mar-™A.NUM-su; -an-nu-(us)-su Ba Bo Uk ßAD.KID; ßat-kup-pu Si Ba Ki Bo Uk ßÌ.DU8 Bo ˘(™)KÁ-a-a Si ˘TIN.TIRˆ-la-a Si Ba Di Bo Uk Ni ˘™KÁ-Ù.TU; ba-bu-tu etc. Si Ba Di Ku Bo Uk Ur Ni ßU.KU6; ßba-i-ri Si Ba Ku Bo Uk ˘ba-la-†u; ˘/ßTIN Si Ba Ku ˘(™EN).KASKAL+KUR-a/i/ú etc.36 Ba Bo ˘ba-ta/I-ni-tu4;˘bal/ba-al-ta-ni-tú/tu4; ˘bal-na-ni-tu4 Si Ba Bo ˘DÙ(v)-·á-DINGIR-ia etc. Ba Bo ˘ba/ban-na-a-(a) Ba Bo ˘ba-ri-¿i Bo ßøAL Si Ba Di Bo Uk ˘ba-si-ia/iá passim Ur ˘/ßbi-¿i-ri Ba Bo ˘EN-(º)-a-a Si Ba Uk ˘™±EN-A/IBILA-URÙ/PAP/ú-ur etc. Ba Bo ˘EN-ba-ni/na Uk
früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh früh
33 Dazu Powell 1972. 34 Für ma-ur siehe unter du-ir. 35 Davon ist möglicherweise der Familienname Balssu (mba-la-su-ú; mTIN-su) zu scheiden, der im Raum Babylon und Borsippa erscheint: OECT 12 134:5; Nbn 354:14; BM 33103: 21; BM 42563:10f. [falls letzterer nicht zu Raksu zu emendieren ist], sowie eventuell auch in Uruk. 36 Früher auch Sîn-adû(a), Illat-naid bzw. Ilu-tillatu gelesen. Zur Lesung und Orthographie des Namens siehe Bongenaar 1997:464–468. 37 Es dürfte sich um ein Metronymikon handeln; die maskuline Form mbal-ta-a-nu erscheint als Personenname, z.B. in TCL 211:3.
14 Bl-e†ri38 Blijaºu Bl-iq¬·a Bl-mu·t®l Bl-us®t Bl-u·umgal Ben(n)®ja Bibbûºa Bunn®nu Bur®qu B‚u D®bib¬ Damqu Dannêa Dkû Dullupu Ea-bl-il¬ Ea-d®n Ea-dip®r-il¬ (Ea)-eppe·-il¬ Ea-ibni (Ea)-il‚ta-bani39 früh Si Ba Di früh Si Ba Di Ba Di früh ˘(™±)EN-SUR/KAR-ir; -e-†è-ri/e-†ir etc. ˘(™±)EN-ia/º-ú etc. ˘(™±)EN-BA-·á; -i-qí-·á ˘(™±)EN-mu·-tar/tal; -am-mu·-tár Uk ˘™±EN-ú-sat Bo ˘EN-UUMGAL; -·um/·u-un-gal-li ˘bi-(en)-na-a-a Ki ˘bi-ib/íb-(bu)-ú-a Bo ˘bu-un-na-(an)-nu Bo Uk ˘bu-ra-qu/qa, -raq Bo Uk ˘bu-ú-u Bo Uk Ur Ni ˘da-bi-bi passim Bo Uk ˘dam/da-am-qa/qu; ˘da-º/mi-iq/qa Bo Uk ˘dan-ni-e-a passim Bo Uk? ˘/ßde-ki-i; de-ku-ú; ßZI.ZI ˘dul-lu-pu Bo ˘™IDIM-EN/be-el-DINGIRv ˘™IDIM-da-an ˘™BE-di-pa-DINGIRv Bo Uk Ur Ni ˘(™IDIM/É.A)-DÙ-(e·)-DINGIR(v) etc. Bo ˘™IDIM/É.A-DÙ/ib-ni etc. Bo Uk ˘(™IDIM/É.A)-DINGIR-ta/(ú)-tu-DÙ/ ba-ni, ˘at-ta-ba-ni etc. Bo ˘™IDIM-im-bi Uk ˘™IDIM/É.A-kur-ban-ni ˘™IDIM/É.A-lu-mur ˘™É.A-PAP ˘™IDIM/É.A-pat-tan-nu etc. ˘™IDIM-ME.E.GA; -i-qa-lu-(i)-·em-me ˘™IDIM-™AM-DINGIR(v) Uk ˘™IDIM/É.A-NU-DINGIR(v); -a-lam-; -al-(li)-muBo Uk ˘DIL-SUR Ki Bo Uk ˘e-gi/gì-bi; ˘™A/E4.GI7)-BA-TI.LA etc. Uk ˘É.KUR-za-kir etc. Bo Uk Bo Bo
Ba
Ba Ba früh Si Ba Si Ba früh Ba früh Si Ba früh Si Ba früh Si Ba Si Ba früh Ba Di Ku Di Di Ku Di Ku
Di Ba früh Si Ba Di Ku früh Si Ba Di früh (Si) Ba Di
Ea-imbi Ba Di Ea-kurbanni Ea-l‚mur Ba Ea-n®ir Si Ba Ea-pattannu Ba Ea-qâlu-i·emme Ba Ea-r¬m-il¬ früh Di Ea-alam-il¬ 40 Ba µdu-e†ir 41 Egibi Ekur-zakir früh Si Ba Ku früh Si Ba Di Ku früh Si Ba
38 Der Name ist eine Abkürzung aus Bl-eri-GN “Herr der Rettung ist …” (z.B. mit dem theophorem Element Nabû und ama in Personennamen gut bezeugt). Daher wird er traditionell ohne Gottesdeterminativ vor Bl geschrieben. Er wird aber des öfteren zu Bl-ir (mit Bl als theophorem Element) umgedeutet. 39 Der Name wird von Joannès 1989:27f. besprochen. 40 Die Nebenform (Ea)-alam-Anim/amê (…-NU-AN.NA/AN.KI) ist ebenfalls belegt (Babylon). 41 Für die Lesung dieses Namens kommen grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Betracht, eine syllabische als a-ur und eine logographische als du-ir. Beaulieu 2000:3026 plädiert wegen der Schreibung ma-urki in YOS 19 3:10 dafür, daß der Name––zumindest in einigen Fällen––Aur zu lesen sein sollte. Das fragliche Zeichen KI in YOS 19 3 gehört jedoch zum Formular der Kaufabschlußklausel, nicht zum Namen. Somit gibt es nach wie vor keinen Beleg mit Ortsdeterminativ und somit kein sicheres Indiz für die Lesung der Zeichenfolge mA-UR als Aurja. Der Name Aurja selbst ist allerdings in der Schreibung ma-ur-a-a bezeugt (Cyr 48:15, Nbn 817:20). Während für Isinnja die Schreibung mi-sin-na-a-a mit (m).lúPA.Eki alterniert, fehlen bei m A-UR Belege mit beiden Determinativen bis auf m.lúA-UR (Nbk 314:23). Daher wird der Name hier als du-ir gebucht.
15 Eli-il¬-rab-Marduk (E)sag(g)ilaja früh Esagil-mansi/ früh -lamassu42 Etellu Etel-pî früh µ†ir(u)43 Ga¿al früh früh Ga¿ul-Tutu44 Gall®bu früh Gimil-Nanaja øammaja øanbu øattaja øa††u-re· øulami·u øunzû früh øu®bi Ibb‚tu früh Ibn®ja Ibni-Adad Ibni-il¬ früh Iddin-Amurru Iddin-Marduk Iddin-Nabû Iddin-Papsukkal früh Ileººi-bullu†-Marduk früh Ileººi-Marduk47 Ileººi-Sîn Il¬-bani Ba Si Ba Di Ku Ba Si Si Si Si Ba Ba Ba Di Ba Ba Si Ba Di Si Ba Di Uk Si Ba Ba Ba Si Ba Ba Ba Ba Si Ba Di Si Ba Si Ba Di Ba Bo Bo Uk Ur Uk Ur Bo Bo Bo Bo Bo Uk Ur Bo Ki Bo Uk Bo Bo Uk Uk Bo Uk Bo Ur Bo Bo Uk Bo Uk Bo Uk Ur Uk Ur ˘e-li-DINGIRv-GAL-™AMAR.UTU Ni ˘(ina)-É.SAG.ÍL-a-a/-ia; ˘sag-gil-a-a, etc. ˘É.SAG-ÍL/GIL-MAN/MA.AN.SÌ; -la-ma/mas-su/si; -a-mat-su; -™LAMA ˘e-tel-lu; ˘NÍR.GAL ˘e-tel-pi passim ˘e-†ir, ˘e-†è/†i-ru etc. ˘ga-¿al ˘GA.øÚL/øAL-™TU.TU ßU.I 45 ˘U-™na-na-a ˘¿a-am-ma-a (-a)46 Ni ˘¿a-an-bu; ˘¿a-nab ˘¿at/¿a-at-ta-a-a ˘/ß÷h(GAR).PA-KAM/APIN-e·; ˘¿a-di-e-ri-e· ˘¿u-la-mi/me-·ú ˘¿un/¿u-(un)-zu-ú ˘¿u-a-bi Ni ˘ib-bu-tu ˘DÙ-a; ˘ib-na-a-a ˘DÙ-™IM ˘DÙ/ib-ni-DINGIR(v) ˘MU-™KUR.GAL/™MAR.TU ˘MU-™AMAR.UTU ˘MU-™±AG ˘MU/SUM.NA-™PAP.SUKKAL ˘Á.GÁL/DA-™AMAR.UTU; -bullu†/lu-†u- etc. ˘Á.GÁL/DA/ZU/UGU/e-li-™AMAR.UTU ˘DA/ZU-™30 ˘/ßDINGIR(v)-DÙ/ba-ni/nu
früh Si Ba
42 Beide Varianten scheinen etymologisch verschiedenen Ursprungs zu sein, können aber derzeit nicht in zwei Namen aufgespalten werden, da sie bei ein und derselben Person wechseln. Während der Schreiber Rmt-Nabû in BM 45551 seinen eigenen Familiennamen mÉ.SAG.ÍL-la-mas-si und im Duplikat BM 45527 ganz eindeutig mÉ.SAG.ÍL-d LAMA schreibt, gibt ein anderer Schreiber in BM 46675 stattdessen mÉ.SAG.ÍL-MAN.SÌ an, in BM 46744 mÉ.SAG.ÍL-<MA>.AN.SÌ (angû-NinurtaArchiv aus Babylon). Es fragt sich, ob das alte sumerische Bildungselement -m a n s ì uminterpretiert worden ist, oder ob hier zwei urspünglich selbständige Namen, nachdem sie quasi homonym waren, nicht mehr auseinander gehalten bzw. miteinander verwechselt wurden. 43 Der Name könnte eine Abkürzung von Nabû-tir sein (dazu Wunsch 2003:754). Er wird konsequent von Bl-eri geschieden. 44 Unklar, ob sumerisch oder akkadisch zu lesen. Eine syllabische Variante für das akkadische Äquivalent Ludi-Marduk ist bislang nicht belegt. Wegen des Kurznamens Gaal ist eher––wie bei Egibatila versus Egibi––an eine sumerische Aussprache zu denken. Es bleibt zu untersuchen, ob die kurze und lange Form von ein und derselben Person gebraucht wird (wie z.B. bei Egibi), oder ob zwei verschiedene Namen vorliegen. 45 lúU.I.GI.NA siehe unter uginakku. 46 Auch mam-ma- Liv 2:20 hierzu? 47 Von Ilei-Marduk ist möglicherweise der Name Ingal-Tutu abzugrenzen, vgl. auch die neuen Erkenntnisse zum Namen Ingala (s. u.).
16 Ilija früh Ba Di Il·u-ab‚·u früh Ba Imbija Imbu-¬nija früh Si Ba Di Ina-illi-sammî(?) Ingala48 Si Ba Iq¬·a-ili Irºanni /Rºânu49 Isinnaja I·paru I··akku Itinnu Itti-en·i-Nabû K®nik-b®bi Kassidakku K®ir/Kiir Kidin-Marduk Kidin-Nanaja Kidin-Sîn Kinija Kudurr®nu Kunâ Kurgarrû Kurî Kuuraja Ku†immu L®-kubburu Lullubaja Lultammar-Adad L‚i-ana-n‚r= Marduk Ma¿¿û Mal®¿u Mandidi Mannu-gru·u früh Si Ba Di Ku früh Si Ba Di früh Si Ba Di Si früh Si Ba Di Ku Ba früh Si Ba Ba Ba Si Ba früh Si früh Si Ba früh Si Ba früh früh früh Ba früh Si Ba Ba Di Ba früh Ba früh Si Ba Di früh Ba früh Si Ba Di Ku früh Si Ba Di ˘DINGIR-ia/iá ˘DINGIR-·ú-AD-·ú; -a-bu-·ú; -·á-bu-·ú Ur ˘im-bi-ia/iá Bo Uk ˘GURUN/im-bu-IGI-ia/iá Ur ˘ina-hMI-(h)ZÀ.MÍ Ni ˘/ßÁ.GÁL-(™)e-a passim; -li-e-(a); -™li-e; ˘AN.GÁL/in-gal-(li)-e-a, ˘ú-GÁL-e-a Ur ˘BA-·á-DINGIR(v) Bo Uk ˘ir-a/an-ni/nu; ßSIPA-a-ni/™A.NUM Ur ßPA.Eˆ passim, ˘i-sin-na-a-a Bo Uk Ur ßU.BAR Bo ßPA.TE.SI; ßi·-·ak-ku Bo Uk Ni ßDÍM; ßi-tin-nu Bo ˘KI-SIG-™±AG Bo Uk ßka-ník-KÁ Uk ß/˘GAZ.ZÌ/ZI.DA.(KAM); ˘kàs-dak-ku Bo ˘ka-/ki-ir Bo Uk Ni ˘ki-din-™AMAR.UTU Bo ˘ki-din-(nu)-™na-na-a Bo ˘ki-din-™30 Bo ˘ki-ni-ia, ˘ki-ni-a-a Bo ˘ku-du-ra-nu passim Bo Ur ˘ku-na-a Bo ßKUR.GAR.RA Uk Ur ˘kur-i passim Bo ˘ku-ur-a-a Bo Uk ßKÙ.TIM-(mu) Bo ˘la-ku/kub-bu-ru etc. ˘lul-lu-ba-a-a Uk Ur ˘lu-u·-tam-mar-™IM; ˘ul-tam-mar˘lu-UD.DU-a-na-ZALÁG™AMAR.UTU/™Ú etc. Uk ßGUB.BA Bo Uk ßMÁ.LAø4 passim; ˘ma-la-¿u Bo Uk Ur ˘man-di-di Bo ˘man-nu-ge-ru/ri-(·ú) etc. Bo Uk Bo Uk
48 Bislang La gelesen. Pedersén 2005:204 zufolge leitet sich der Name jedoch nicht vom Verb leû ab, wie bisher wegen der Schreibung mit Á.GÁL angenommen wurde. Auch die Tatsache, daß das Logogramm DA, das ebenfalls leû repräsentiert, zur Schreibung dieses Namens nicht verwendet wird, spricht gegen eine Ableitung von leû. Der Name wechselt weder mit Ileibulluu-Marduk noch mit Ilei-GN und ist daher auch nicht als Kurzform zu diesen Namen zu betrachten. 49 Bei ein und derselben Person wechselt mir-a-ni mit lúSIPA-dA.NUM (unpubl.; Pearce und Wunsch, in Vorbereitung). Möglicherweise gibt es auch keinen Namen Ri-Anum, da beim Typ Ri-… sonst immer das Objekt des Hütens angegeben wird. Es könnte sich stattdessen um eine gelehrte hyperkorrekte Form handeln. Ob lúSIPA-a-ni/nu als Râni zu lesen ist oder ebenfalls eine orthographische Variante zu mir-a-ni darstellt und dort zu buchen ist, bleibt zu untersuchen. In Borsippa (Joannès 1989, Index) ist z.B. eine Person belegt, deren Ahnherrenname konsequent lú SIPA-a-ni/nu geschrieben wird; die Schreibung mir-a-ni kommt dort aber bei anderen Individuen auch vor.
17 Maqartu50 Ma®r-abulli Ma®r-elep-ruk‚bi Mar/·tuk(®ta) früh Si Miiraja früh Si früh Mubannû53 Mudammiq-Adad Mudammiq-Nabû Munnabittu früh Mu·zib Mu·zib-Marduk Nabaja Nabû-†ir Nabû-bullissu Nabû-lssu früh Nabû-muk¬n-apli Nabû-·ar¿i-il¬ Nabû-·eme Nabû-·um-iddin Nabû-unnâ früh Nabutu früh N®din-·eºi Nagg®ru/ija54 Nana¿u früh Nanna-utu früh Nann®ja früh Napp®¿u früh Nazi-Enlil früh Nikkaja Ninurta-u·allim Nu¿a·u Nu¿atimmu früh N‚pu früh früh N‚r-il¬·u55 N‚r-Papsukkal früh N‚r-Sîn früh N‚rêa N‚rz®nu Pa¿¿®ru früh
50 51 52 53 54 55
Si Si Si Si
Si Si Si Si Si Si Si Si Si Si Si
˘/fma-qar-tu/tú/tu4/ti; ˘ma-qa-á[·-…]51; ˘KAL-tú 52 Ba Di Bo ßEN.NUN-KÁ.GAL Ba ßEN.NUN/ma-a-ar-hMÁ.TU/DINGIR Ba Di Ku Bo Ur ˘mar-duk; ˘ma·-tuk/tu-ku Ba Bo Uk Ur ˘mi-ir-a-a passim; ˘mi-i-ra-a-a Di Bo ˘mu-ban-nu-ú/-ni-e; ßPA.GIIMMAR; ßMAKIM/MAKÍM Ba Di Bo Ur Ni ˘(mu)-SIG5/15-(iq)-™IM, ˘mu-dam-mi-iq Bo ˘SIG15-™±AG Ba Di Bo ˘mu-na-bit/bi-it-tu4 etc. Ba Di Bo Uk Ni ˘mu-·e-zib/zi-bu ˘mu-·e-zib-™AMAR.UTU Ba? Di Ba Bo ˘na-ba-a-a passim Ba Uk ˘™±AG-SUR/e-†ir Di Bo ˘™±AG-TIN/bul-li†-su Ba Bo ˘™±AG-lit-su; -li-si; -le-e-su Bo ˘™±AG-GIN-A/IBILA Uk ˘™±AG-·ar-¿u/¿i-DINGIR(v) Ba Bo ˘™±AG/™PA-·e-(e)-me; -·am-me Ku ˘™±AG-MU-MU Ba Ku Bo ˘™±AG-(un)-na-a-(a); ˘na-bu-(un)-na-a Ba Bo ˘na-bu-tu Ba ˘na-din-·e-im, -·e-e Ba Di Bo Uk ßNAGAR-(ia) Ba Bo ˘na-na-(a¿)-¿u Ba Di Uk ˘™E.KI-ú/ù-tu Ba Bo Uk ˘na-an-na-a-a etc. Ba Di Ku Bo ßSIMUG; ßnap-¿a-ri Ni ˘na-zi-™±EN.LÍL Ba Ki? Bo ˘nik/ník-ka-a-a Bo ˘™MA-GI Ba Bo ˘nu-¿a-·ú Ba Bo ßMU Ba ˘nu-(ú)-pu Ba Di ˘ZALÁG-DINGIR-·ú Ba Bo Uk ˘ZALÁG/nu-úr-™PAP.SUKKAL Ba Ku Bo Uk ˘ZALÁG-™30 Ba Bo ˘ZALÁG-e-a Ba Di ˘ZALÁG-za-nu/na; ˘nu-úr-za-nu/na Ba Bo Uk ßDUG.QA.BUR; ßpa-¿a-ri
Di
Bo
Metronymikon, Belege siehe Wunsch 2006, S. 462f. Dar 269:12 aus Dilbat (kollationiert) Hierher zu buchen? Die Belege stammen aus Borsippa, wo der Name gut bekannt ist. Bei derselben Person wechselt mmu-ban-nu-ú und lúMAKIM/MAKÍM, vgl. Zadok 2006:426. Lokale Variante in Uruk. Der Name könnte theoretisch auch Nr-Marduk (-dÚ) gelesen werden, aber das Fehlen einer Variante mit -dAMAR.UTU spricht dagegen. Nr-il/ilni (-DINGIRme) als Variante bzw. eigenständiger Name ist bislang nur aus Babylon bezeugt, es könnte sich auch um Verschreibungen von Nr-Sîn handeln.
18 Papp®ja Purkullu Qaqqad®n¬tu56 früh Q¬pu früh Rab-banê57 früh Rab-l¬mi58 Rab-tarb®i früh Rabâ(·u)-·a-Ninurtafrüh Raksu Rºî/û früh Rºi-alp¬ früh Rºi-ginê/sattukki früh Rºi-s¬sê früh R·-umm®ni R¬m-Anu R¬m‚t-Ea früh R¬m‚t-il¬ R¬·ûºa60 Sagdidi früh Sal®mu früh S®mu Sarbi Sasinnu früh Skiru früh Siº®tu früh Sîn-alu¿u Sîn-dam®qu/damiq Sîn-daºin/dajj®n Sîn-gamil Sîn-iddin Sîn-il¬ Sîn-imitt¬ Sîn-iq¬·a Sîn-kar®b¬-i·me früh Sîn-lqi-uninni61 früh Sîn-n®din-·umi früh Sîn-n®ir früh Sîn-r¬m-il¬ Ba Ba Ba Si Ba Si Ba Ba Si Ba Si Si Ba Si Ba Di Di Di Di Di ˘pap-pa-a-a ßBUR.GUL ˘/fqaq-qa-da-ni-tu/tu4 etc. ßqí-i-pi Bo Uk Ur Ni ˘/ßGAL.DÙ; -ba-ni etc. ( ) ˘ ÷ßGAL-1-lim; -li-mu; -1+en-lim Bo ßGAL-TÙR Ku Bo ˘GALv-(º/·ú)-·á-™NIN.IB/™MA etc. Bo ˘rak-su Bo Uk ˘/ßSIPA-(ú/i) Ku Bo Uk Ur ˘/ßSIPA-GU4(v/) Uk ˘/ßSIPA-SÁ.DÙG; -sat-tuk Ku Bo ˘/ßSIPA-ANE.KUR.RA/-si-si-i/e(v) Bo Ur? ˘SAG-ERÍN-ni Uk ˘AM-™A.NUM/AN; ˘ri-ma/manan-ni 59 Bo Uk Ur ˘ri-mut-™IDIM/É.A etc. Bo ˘ri-mut-DINGIR(v) Bo ˘SUD-ú-a; ˘ri-·u-ú-a, ˘ri-·i-ia etc. Bo Uk ˘sag-di-di/ti ˘sa-la-mu Bo ˘sa-a-mu Bo ˘sar-bi ßU.MUG; ßsa-sin-nu ˘si-ki-ru Bo ˘si-a-ti/tú; ˘si-º-at; ˘si-ia-(a)tu4 etc. ˘™30-a-lu-¿u Uk ˘™30-SIG5/15-(iq); -da-ma-qu Bo? ˘™30-da-º-in; -da-a-in; -da-a-a-nu Ur ˘™30-ga-mil Ur ˘™30-SUM-nu/na Ku Bo Ur ˘/ß÷™30-DINGIR(v) Bo ˘™30-ZAG.LU Ur ˘™30-BA-·á Ku Bo ˘™30-SISKUR.SISKUR-E.GA und syll. Uk ˘™30-TI-A.IGI; -li-iq-un-ni-nu etc. ˘™30-na-din-MU passim Ku Bo Ur ˘™30-PAP/URÙ/na-ir Ur ˘™30-AM-DINGIR(v) Ku Bo Uk Bo Uk
Si Ba Di Ba Ba Di Ba Di Ba Di Si Ba Ba Si Ba Di Si Ba Ba Si Ba Di Si Ba Si Ba Ba Si Ba Si Ba Di
56 Metronymikon, Belege siehe Wunsch 2006:464f. Die männliche Form mqaq-qa-di-nu findet sich in Ngl 43:19 als Familienname. 57 Eine Langform Rab-bani-Marduk (lúGAL-DÙ-dAMAR.UTU) ist zwar durch zwei verschiedene Personen in der Zeit des Darius bezeugt, kann aber keinem Ort eindeutig zugeordnet werden, da die Urkunden in Persien ausgestellt wurden, wo babylonische Beamte und Geschäftsleute verschiedener Provinienz zeitweise anwesend waren: Dar 437 (Egibi-Archiv) und BM 74632 (Mardukrmanni-Archiv) jeweils in Susa; BM 74586 (Marduk-rmanni) in Zazannu (dazu Zawadzki 2000). Angesichts des Fehlens älterer Belege ist eine sekundäre Erweiterung des Namens denkbar. 58 Bisher meist Rab-ui (lúGAL-60-i) gelesen. Wegen der Schreibung mit -li-mu und -1-lim bei derselben Person ist gesichert, daß die Zeichenfolge DI-IGI als 1-lim statt 60-i aufzufassen ist. 59 Ein Familienname Rmanni existiert wohl nicht, die Belege sind hier zu buchen. 60 Gehört mri-i-ia/iá hierher oder sind beide Formen zu trennen? 61 Siehe Beaulieu 2000a zur Interpretation des Namens (S. 2f.) und zur Geschichte der Familie.
19 Sîn-·adûnu früh Sîn-·eme(?) Sîn-tabni Sîn-tabni-uur Sippê früh S¬sî S¬/‚tija Su¿aja früh Supê-Bl —®¿it-ginê/sattukki62 früh —illaja —illu-uur a-1-lu¿ a-n®·¬·u früh a-na¿bê·u früh a-†abt¬·u früh abbaº abrû früh agimmu alala65 früh ama·-ab®ri früh ama·-mudammiq am·aja früh angû-Adad früh angû-Akkad Akkad angû-Dilbat angû-Ea früh angû-Enamtila früh angû-Gula früh früh angû-ili66 angû-I·tar/Blet=früh B®bili angû-I·tar-…67 angû-Nabû früh angû-Nanaja früh Si Ba Di Ku Bo Ur Si Ba Ku Bo Uk Ba Di Si Ba Bo Ba Di Ba Uk Si Ba Di Ki Bo Uk Uk Si Ba Bo Uk Si Bo Bo Bo Si Ba Ku Bo Uk Bo Si Ba Di Bo Uk Ba Bo Uk Bo Ba Bo Si Ba Di Ku Bo Uk Uk Uk Si Ba Di Bo Uk Si Ku Di Si Ba Di Ba Uk Si Ba Bo Ba Si Ba Di Ku Bo Ba Ba Di Bo Uk Bo Uk ˘™30-·á-du-nu; -KUR-nu etc. ˘™30-·á-mu¿ Ni ˘™30-tab-ni passim ˘™30-tab-ni-URÙ/ú-ur etc. ˘sip-pi-e passim; ˘÷ßsip-e-a ˘ANE.KUR.RA; ˘/ßsi-si-i; ˘si-si-ia ˘si-(º)-ti-(i/iá); ˘su-(º)-ti-ia ˘su-¿a-a-a passim ˘su-pi-(e)-™±EN ßÌ.SUR-GI.NA/gi-né-e; -sat-tuk etc. ˘÷hMI-(la)-a-a ˘÷hMI-ú-ur/URÙ ˘·á-1-LUø63 ˘/ß·á-(KA)-na-·i-·ú passim ˘·á-na-a¿-bi-·ú ˘/ß·á-MUNÓ-·ú passim ˘·á-am-ba-º; ˘·ab-ba-aº ßPA.AL; ßPA.Iø64 ˘·á-gim-mu ˘·á-la-la passim; ˘·á-a-la-la ˘™UTU-(a)-ba-(a)-ri/ru etc. ˘™UTU-SIG5-iq ˘™UTU-ia ß/˘SANGA/É.MA-™IM passim ( ) ˘ ÷ßSANGA/É.MA-a-kad/A.GA.DȈ ßSANGA-dil-batˆ ßSANGA/É.MA/·á-an-gi-e-™É.A/IDIM ßSANGA/É.MA-É.NAM.TI.LA ßSANGA/É.MA-™gu-la/ME.ME ßSANGA-DINGIR ßSANGA/É.MA-™15/±INNIN/GAAN/ -be-let-TIN.TIR/Eˆ etc. ˘ ÷ßSANGA/É.MA-™±AG ßSANGA-™na-na-a passim
( )
62 Beide Namensformen wechseln bei ein und derselben Person; zu den Belegen in Sippar siehe Bongenaar 1997:477–480. 63 Die Lesung ist nicht gesichert. Waerzeggers (2010: 625) vermutet, daß es sich um eine alternative Schreibung von Iddin-Papsukal handeln könnte, da sieben Individuen mit jeweils identischem Personen- und Vatersnamen für beide Ahnherrennamen in Borsippa belegt sind. 64 Belege mit lúPA.I sind provisorisch hier gebucht, solange eindeutige syllabische Schreibungen fehlen; des weiteren ist das Verhältnis zu lúMAKIM zu klären (siehe unter Mubannû). 65 Wohl als Lallname zu verstehen, vgl. die Deutung a-alli in Baker 2004: Index (zu alla CAD A/1 328 „exclamation of joy“?). 66 Ngl 2. 23; Nbn 50 [jeweils dieselbe Person], bei Tallqvist 1905 unter angû-Nergal gebucht. BM 30410 (Nbn 50) und BM 30574 (Ngl 23) zeigen jeweils ein klares, einzelnes DINGIR; bei BM 30228 (Ngl 2) ebenfalls ohne Zeichen einer Anbindung an ein weiteres Zeichen; danach folgt ein Keil, der von der Vorderseite her kommt––somit scheint auch hier die Lesung angû-ili sicher. 67 Itar-Priester-Familien sind für verschiedene lokale Erscheinungsformen der Gottheit nachzuweisen, kommen aber jeweils nur selten vor: angû-Itar-Akkad, -Ninâ, angû-NIN-É.AN.NA, -Itar-tamê.
20 angû-Nergal angû-Ninurta früh angû-parakki früh angû-Sîn früh angû-ama·/ früh -Sippar 68 angû-Z®riqu früh arra¿u früh arru-A.RA.ZU p-ilija igûa früh früh ikkûºa69 inukku irik-Nabû uginakku früh um-lib·i/-u·ab·i71 früh um®ti Tunâ ˝®bi¿-k®ri früh ˝®bi¿u früh ˝®b-n¬b·u72 Uballissu-Marduk Ura·-ilu-ina-m®ti73 Ur-Nanna früh Urudu-masum75 Uur-amat-Ea früh früh Zr®ja76 Zr‚tija Zr‚tu früh Si Ba Ba Di Si Ba Di Ba Di Si Ba Si Si Si ßSANGA-™U.GUR ßSANGA/É.MA-™MA/NIN.IB ßSANGA/É.MA-BÁR ßSANGA-™30 Bo Uk ßSANGA/É.MA-sip-parˆ/ZIMBIRˆ; -™UTU Ba Bo ßSANGA-™za-ri-qu Bo ˘·ar-ra¿; ˘·ar-ra-¿i/¿u Ba Di ˘LUGAL-A.RA.ZU-ú passim Bo ˘GÌR"-DINGIR-ia/iá etc. Ba Di Ku Bo Uk Ni ˘·i-gu-(ú)-a passim Ba Bo ˘·ik-ku-ú-(a) Bo ˘·i-nu-uk-ki/ka 70 Bo ˘·i-rik-™±AG Bo ßU.(I).GI.NA-ku/ki etc. Ba Di Ki Bo Uk Ur ˘MU-líb/lib/GÁL-·i Ba Uk ˘MUv passim; ˘·u-um/º-a-tì/tú Ba Di ˘tu-na-a Ba Di Bo ßGÍR.LÁ-KAR; -kar/ka-a-ri etc. Ba Di Ku Bo Uk ßGÍR.LÁ passim; ˘†a-ab-bu-¿i Ba Bo Ba Bo ˘ú-bal-li†-su-™AMAR.UTU Uk ˘™IB-AN-ina-KUR Ba Bo Uk ˘UR-™±E.KI passim74 Ba Bo Ni ˘™URÙ.DÙ-MAN/MA.AN.SUM Ba Di ˘ú-ur-a-mat-™IDIM Ba Di Bo Uk ˘NUMUN-a-a Bo ˘NUMUN-ú-ti-iá etc. Ba Bo ˘NUMUN-tú etc. Bo Uk Bo Uk Uk
Si
Si Si Si Si Si
68 Beide Varianten scheinen dieselbe Familie zu bezeichnen, vgl. Bongenaar 1997:447 mit Zusammenstellung der Sippar-Belege S. 447–463. Der Babylon-Zweig der Familie (prominent im angû-Ninurta-Archiv, dazu vorläufig Wunsch 2004) benutzt – soweit ersichtlich – ausschließlich den Namen angû-ama. 69 Ist msi-ik-ku-a (Cyr 126:18, koll.) hierzu zu buchen oder ein anderer Name? 70 Handelt es sich um ein verballhorntes uginakku? 71 In Uruk und Ur ist mMU-GÁL-i belegt, was auch als um-uabi aufgelöst werden kann, während anderswo die teilsyllabischen Schreibungen mMU-lib/líb-i gebräuchlich sind (früher auch als Mukallim wiedergegeben). Nicht in jedem Falle ist das mittlere Zeichen eindeutig zu lesen. Das Verhältnis beider Formen bleibt zu untersuchen. Möglicherweise handelt es sich um denselben Namen in unterschiedlicher orthographischer Tradition. Auch mMU-TUK-i kommt vor. 72 CAD N/2 248 interpretiert den Namen als b-nb-u „Pleasant-Is-the-Mention-of-Him“, aber angesichts von Personennamen wie b-r-… kommt eine inhaltliche Parallele b-nipi-(…) „angenehm ist der Atem/Hauch des …“ ebenfalls in Frage. 73 Zu Belegen und Lesung siehe Beaulieu 2000:69. 74 Vielleicht liegt eine syllabische Schreibung mit mur-na-an-nu in TCL 12 42:5 vor (Borsippa; im Index unter Ibnannu gebucht). 75 Der Name wird in 5R 44:16 mit mdnusku-iddin geglichen. Vermutlich liegt wie bei Egibatila und Gaul-Tutu eine gelehrte Deutung vor, die die eigentliche Aussprache nicht wiedergibt. 76 Die Namensformen Zrja und Zrtu scheinen klar geschieden zu sein. Als Personenname ist demgegenüber Zrija (mNUMUN-ia/iá etc.) gebräuchlich, was wiederum nicht als Familienname erscheint.
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